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mp3s.name wünscht allen ein frohes Fest...
...und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

Dieses Kapitel behandelt die in Programmen eingesetzten Encodierer von MP3-Files. Hinter dem Encoder steht logischerweise ein Codec, wobei es derzeit nur zwei Varianten gibt. Entweder der Fraunhofer-Codec oder die Xing-Technologie. Oft basiert Software auf dem ISO-Beispiel des Fraunhofer Instituts. Jedoch sind diese Programme meistens nicht legal, da deren Programmierer nur selten Lizenzgebühren an das Fraunhofer-Institut abführen.

Bei den Lizenzen gilt es Folgendes zu unterscheiden: Wer die Idee aufgreift und einen eigenen Codec entwickeln will, wie Xing es beispielsweise getan hat, muss an das Fraunhofer Institut Lizenzgebühren entrichten. Diese Gebühren betragen bei Stückzahlen von über 100000 Encoder ~2,00$ pro verkauften Encoder, wobei mindestens 15000$ pro Jahr bezahlt werden müssen. Die Entwickler von Programmen die auf bereits vorhandenen Codecs aufbauen, müssen folglich auch eine Lizenz bezahlen.

Beide Codecs bieten eine Verarbeitung von Audiodateien nach dem Prinzip der MPEG2 Layer III-Codierung, dass heißt unter anderem nach einer Signalverarbeitung mittels dem psychoakustischen Modell.

 

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Fraunhofer-Codec

Ganz allgemein bietet der Fraunhofer-Codec derzeit die beste Qualität auf dem MP3-Sektor und rein technisch gesehen basieren alle anderen Encoder auf dem Prinzip von Fraunhofer. Allerdings variiren die einzelnen Encoder in ihrer Geschwindigkeit und Qualität und nicht alle werden vom Fraunhofer-Institut direkt verwaltet und weiterentwickelt.

Der Fraunhofer-Codec ist im Vergleich zu Xing-basierenden Encodern nicht sehr schnell. Er braucht für das Codieren ca. 5 mal länger als die Xing-Engine, dafür ist die Qualität auch besser, da dieser Codec höhere Frequenzen nicht einfach wegschneidet.

Audiophiles meinen, dass der Fraunhofer Encoder intelligenter und sensibler beim Komprimieren vorgeht als andere Lösungen.

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ISO-Referenzquellen

Die vom Fraunhofer-Institut zusammengestellten Referenzen, die unter dem ISO-Standard herausgegeben sind, beschreiben den standardisierten MP3-Komprimierungsprozess, auf dem alle Decodierungsprogramme (MP3-Player) aufbauen.

Diese Standardisierung wird deshalb seperat angesprochen, da das Fraunhofer-Institut an einem anderen Verfahren arbeitet, das sich von der ISO-Referenz unterscheidet.

Nach dieser Referenz richten sich viele der bekannten Encodierungsprogramme, wobei diese Standards durch individuelle Implementierungen durchaus verbessert und erweitert worden sind, die Basis aber noch immer dieselbe ist, damit die generierten Audiodateien von allen Playern gelesen werden können.

ISO-basierende Encoder: LAME

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Xing-Technologie

Der Xing-Encoder basiert prinzipiell auf der Idee des Fraunhofer-Institutes und auf einer Variation des psychoakustischen Modells. Bei diesem Codec sind allerdings die Schwerpunkte der Kompression bei der Psychoakustik anders festgelegt, weshalb sich der Codec etwas unterscheidet. Die auf Xing aufgebauten Encodierungs-Programme haben entsprechend dem Codec einige gemeinsame Eigenschaften.

Die meisten Xing-Encoder schneiden bei einer Qualität von 128 KBit/s die Frequenzen ab 17 kHz konsequent weg. Der Vorteil von Xing ist seine Geschwindigkeit. Dafür liefert Fraunhofer die bessere Qualität.

Xing-basierende Encoder: Audio Catalyst

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